Biobank Graz

Ihre freiwillige Spende von Gewebe, Blut und anderen Körperflüssigkeiten ist enorm wichtig für die Förderung der Forschung und bildet einen wesentlichen Beitrag zur Ausbildung von Ärzt*innen. Die wissenschaftliche Untersuchung dieser Proben in Verbindung mit Krankheitssymptomen ist heute eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein besseres Verständnis der Ursachen und des Verlaufs von Erkrankungen sowie für die darauf aufbauende Entwicklung neuer Vorbeugungsmaßnahmen, Diagnoseverfahren und Behandlungsmethoden.

Biobank Unterstuetzung

Mit Ihrer Unterstützung können

  • Ursachen für Erkrankungen erforscht werden
  • Vorbeugungsmaßnahmen gefunden werden, damit Menschen nicht erkranken
  • Krankheiten früher erkannt und geheilt werden
  • Behandlungsmethoden verbessert werden

Ihre Teilnahme ist

  • mit keinen weiteren Untersuchungen verbunden
  • risikofrei
  • kostenlos

Aktuelle COVID-19-Forschungsprojekte

Antikörperantwort im Speichel COVID-19 Genesener

  • Unser Verständnis der menschlichen Immunantwort bei Infektionen ist für die Diagnostik und die Entwicklung von neuen Therapien von großer Bedeutung. Gerade bei neuartigen Krankheitserregern wie SARS-CoV-2 ist deshalb eine umfassende Charakterisierung der Immunantwort essentiell, um zusätzliche Erkenntnisse zu erlangen. Zu diesem Zweck wird im Laufe dieser Studie die Antikörperantwort der Teilnehmenden nicht nur im Blut, sondern auch im Speichel mittels modernster Techniken analysiert. Durch die zusätzliche Analyse von Speichel erfahren wir, ob und in welchem Ausmaß sich auch in dieser Körperflüssigkeit Antikörper mit Schutzwirkung befinden. Ziel unserer Untersuchungen ist es Therapie und Diagnostik zu verbessern. Weiters tragen unsere Untersuchungen dazu bei, die Wirksamkeit von Impfstoffen zu überprüfen.
  • Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Ivo Steinmetz, Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin

Antikörperbildung nach überstandener SARS-CoV-2-Infektion

  • Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Bildung von SARS-CoV-2-spezifischen Antikörpern und deren Veränderung mit zunehmender Dauer der Rekonvaleszenz. Dabei werden verschiedene Antikörpertypen (IgG und IgM) analysiert und miteinander verglichen. Ein besondere Fokus dieser Studie ist der Vergleich der verschiedenen kommerziellen Antikörperteste untereinander, um zu verstehen inwieweit die Ergebnisse übereinstimmen und wie diese zu interpretieren sind.
  • Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Markus Herrmann, Klinisches Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik

Phänotypisierung von SARS-CoV-2–Infektionen mit Kernspinresonanzspektroskopie

  • In diesem Projekt werden die metabolischen Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion auf menschliche Bioflüssigkeiten unter Verwendung einer metabolischen Phänotypisierung mit Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) charakterisiert. Ziel ist es metabolische Biomarker für den Krankheitsverlauf von COVID-19 zu identifizieren und zu validieren um Verlaufsrisiken besser vorhersagen zu können. Eine Erweiterung der Untersuchungen im Zusammenhang mit der Corona-Schutzimpfung ist geplant.
  • Projektleiter: Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Tobias Madl, Gottfried Schatz Forschungszentrum für zelluläre Signaltransduktion, Stoffwechsel und Altern, Lehrstuhl für Molekularbiologie und Biochemie

Möglicher Einfluss der ABO Isoagglutinine auf eine Infektion mit SARS-COV-2 und COVID-19

  • Resultate unserer vorangegangenen Studie “Assoziation von ABH(O) und Lewis Blutgruppen Antigenen und COVID-19", zeigen, dass Personen mit Blutgruppe O eine geringere Wahrscheinlichkeit haben mit COVID-19 in stationäre Behandlung zu müssen, im Vergleich zu Personen mit ABO Typen A, B oder AB. Menschen mit Blutgruppe AB mussten signifikant häufiger stationär betreut werden. Ein wichtiger Unterschied zwischen den Blutgruppen O und AB ist das Vorhandensein der ABO Isoagglutinine. Diese Studie untersucht einen möglichen Einfluss der ABO Isoagglutinine im Serum und Speichel auf eine Infektion mit SARS-CoV-2. Die Anti-A und Anti-B Isoagglutinine werden in Serum- und Speichelproben von Patient*innen mit vorangegangener COVID-19-Erkrankung mittels Durchflußzytometrischer Analyse bestimmt. Darüber hinaus wird die Dynamik dieser Isoagglutinin-Messwerte zwischen zwei verschiedenen Zeitpunkten nach der Erkrankung untersucht und mit Ergebnissen nicht erkrankter Blutspender*innen verglichen.
  • Projektleiter*innen: Dr.in Eva-Maria Matzhold, Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Thomas Wagner, MA, Universitätsklinik für Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin

Testung von Substanzen, um die Bindung von SARS-CoV-2 an Zellen zu hemmen

  • Unterschiedliche chemische oder biologische Substanzen wie zum Beispiel Antikörper, die nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 oder Impfungen produziert werden, können die Infektion von Zellen durch SARS-CoV-2 hemmen. Um das Wirkungsspektrum neuer möglicher Wirksubstanzen, Medikamente oder Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zu charakterisieren, ist es erforderlich die Wirksamkeit der Substanzen mit natürlichen Antikörpern in Seren von Patient*innen, die an COVID-19 erkrankt waren, zu vergleichen.
  • Projektleiter: Univ.-Prof. Dr. Kurt Zatloukal, Diagnostik- & Forschungsinstitut für Pathologie

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